Willkommen in der Fabrik der Zufriedenen!

ich wache auf / i wake up

Beschreibung

„Willkommen in der Fabrik der Zufriedenen“ ist ein lyrischer Text über eine Welt, in der Identität zur Ware, Haltung zum Produkt und Freiheit zur Simulation geworden ist.
Zwischen Neonlicht, Filtern und Systemwerten beschreibt der Text den inneren Widerspruch einer Gesellschaft, die sich selbst ständig inszeniert und dabei immer leerer wird.

Der Text verbindet gesellschaftskritische Beobachtung mit persönlicher Entfremdung: Konsum, Moral, Rebellion und Individualität erscheinen als vorgefertigte Optionen in einem System, das alles integriert – sogar den Widerstand.

Thematisch bewegt sich das Stück zwischen Digitalität, Selbstoptimierung, sozialem Vergleich, Kontrollverlust und stiller Resignation.

[Verse 1]
Ich wache auf.
Zieh mir ein Gesicht an.
Nicht meins.
Aber passend.

Leg eine Schicht
über das Zittern.
Nenn es Haltung.
Nenn es Stil.

Finger auf Glas.
Strom im Netz.
Alles da.
Nichts echt.

Sie sagen:
„Du kannst alles sein.“
Ich klick.
Und werd verwertbar.

[Pre-Chorus]
Mein Name im System.
Mein Wert im Blick.
Ich fühl mich frei —
solang ich tick.

[Chorus]
Willkommen
in der Fabrik der Zufriedenen.
Alles weich.
Alles richtig.

Wir lächeln
unter Neon, Gesichtern.
Alles läuft.
Alles bleibt.

Willkommen
in der Fabrik der Zufriedenen.
Du bist wach —
aber still.

[Verse 2]
Ich kauf Gewissen.
Rein verpackt.
Grünes Siegel.
Alles korrekt.

Gleiche Hand.
Anderes Schild.
Ich zahl mehr
für das Gefühl.

Rebellion
im Angebot.
Limitierte Freiheit.
Seriencode.

[Pre-Chorus]
Ich bin anders.
Sagt der Markt.
Genau dafür
bin ich geplant.

[Chorus]
Willkommen
in der Fabrik der Zufriedenen.
Alles hell.
Alles leer.

Wir posten Wahrheit
mit Filter und Rahmen.
Alles sagt:
„Mir geht’s fair.“

Willkommen
in der Fabrik der Zufriedenen.
Du weißt es —
und bleibst hier.

[Verse 3]
So viele Stimmen.
Kein Gesicht.
So viel Nähe.
Kein Gewicht.

Verbunden.
Isoliert.
Ich fühl nichts —
perfekt kuratiert.

Dein Glück
macht mich klein.
Mein Neid
hält dich online.

[Out]
Ich weiß,
dass es brennt.
Ich seh,
dass es fällt.

Ich weiß,
dass ich könnte.
Ich bleib —
und stell mich.
Vocal: Mira (the signal voice)
Artwork & Concept: skinfields
Musik & Text: skinfields
Produktion: skinfields

Label: skinfields
Kontakt: hello@skinfields.io